Unser Haus am See

Nach elf Tagen einer aufregenden Rundreise durch Schweden war es soweit. Wir zogen in unser Haus am See ein. Es war ein niedliches kleines Häuschen im Vorgarten des Eigentümers, zwar nicht fernab aller Zivilisation, aber doch eher abgeschieden in der Nähe von Marieholm. Es war einfach, aber sehr gemütlich eingerichtet. Und es hatte eine wunderbare überdachte Teresse über die gesamte Breite des Hauses DSCF4497mit Blick auf den Vänernsee. hier verbrachten wir die meißte Zeit. Das Haus nutzten wir für klassische Urlaubsanliegen wie faulenzen, lesen, kochen und herumschweifen. In der Hausmiete war auch ein winziges Motorboot enthalten, dessen Motor zunächst nicht wollte. Der Vermieter war sehr aufgeregt und hat sich sehr enagiert um die Reparatur gekümmert. Seltsam, vor ein paar Jahren war es völlig normal, über die Ostsee zu segeln und heute kam mir die kleine Spritztour  eine halbe Stunde in die eine Richtung und eine weitere halbe Stunde in die andere Richtung auf dem See total aufregend vor.

Wir unternahmen verschiedene Ausflüge.  Noch einmal nach Trollhhättern, zu Billtema und auch nach Torsö, der kleinen Insel, die wir vom Balkon immer sehen konnten. Einige dieser Ausflüge dienten auch dazu, endlich einen Elch zu sehen. Das Ergebnis vorausgeschickt: Wir haben nur eine unbestätigte Sichtung in Karinas Augenwinkel. Sonst keine Elche! Und dabei haben wir uns wirklich Mühe gegeben. Wir waren beim Algens Berg in der Nähe von Trollhäten. Ein Naturschutzbegiet in der sich auch das königliche Jagsmuseum. Nach Anleitung des Museumswärters haben wir sehr genau Ausschau gehalten. Auch unsere Nachbarinsel, auf der von vielen Elchen berichtet wird, zeigte uns keinen. Wir sind stundenlang auf der Insel herumgekurvt, aber es zeigte sich einfach keiner…

Wieder ein Grund mehr, nochmal herzukommen!

Unser Haus am See hat uns auf jeden Fall sehr gut getan. Gut, es war nicht so ganz am See. Das Bild mit dem Blick auf den See, nachdem wir es gebucht hatten, täuscht ein wenig darüber Hinweg, dass eine Dorfstraße zwischen Haus und See lag und die Verbindung noch Trosö, die auf der Karte wie eine Landverbindung wirkte, entpuppte sich als 18 Meter hohe, für mich eher unheimliche Betonbrücke. Aber alles egal. Das Haus, die Besitzer und vor allem die Zeit dort waren sehr schön.

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