Gröna lund

DSCN2221Gröna Lund ist ein Vergnügungspark in der Nähe des Vasa-Museums. Wir hatten schon am Tag vorher zwei Fahrgeschäfte aus der Ferne gesehen, die uns jeweils reizten. Bei mir war es ein „Kraken“, ein Karusell, das einzelne Träger wie Polypenarme ausstreckt, um daran befestigte Gondeln herumzuschleudern. In Kindheitstagen habe ich Fahrten hier immer sehr genossen. Karina war mehr von einem Kettenkarusell angesprochen, dessen Nabe an einem Turm sehr weit in die Höhe gezogen wurde.

Nach dem Besuch der Vasa und einer sehr leckeren Kaffeepause im Bla Porten waren wir in Vergnügungslaune, hatten alle Bedenken über Bord geworfen und gingen in den Park. Nach Erkundung der höchst seltsamen Eintrittspreisstruktur durften wir den Park betreten. Ob gewollt oder einfach nur vergessen entstand sehr schnell eine Jahrmarktsatmosphäre aus den 70ern. Man konnte Dosen werfen, Clowns waren auf sehr langen Stelzen im Publikum unterwegs, es gab Galopprennbahnen und Eisbuden. Weil ich nicht in das Kettenkarusell wollte haben wir uns zunächst zum Kraken begeben. Gut, für jeden eine einzelne Gondel. Und dann kam es zu seltsamen, ruckartigen Bewegungen. Eine interessante Erfahrung, früher hat es mir viel mehr Spaß gemacht…. Aber nun zu Karinas Karussell. Ein Kettenkarussell von gigantischen Ausmaßen. Allein um zu den Sitzen zu kommen, muss man im Inneren einige Meter nach oben gehen. Die Höhe des Turmes, der das Rad, das die Gondeln trägt, hatten wir auf 40 Meter geschätzt. In dieser Höhe wir dann jeder einzelne Sitz durch die Fliehkraft weit nach außen geschleudert. Es war uns klar, dass Karina hier allein teilnehmen würde.  Sie beschreibt das Gefühl als toll und die Aussicht als umwerfend.  Kein Wunder bei einer tatsächlichen Höhe des Teils von 120 Metern…

Es waren immer mehr Menschen zu sehen, die eine riesige M + M – oder  Kitkatschachtel bei sich trugen. So eine wollten wir auch haben. Sehr schnell hatten wir herausgefunden, dass man sie an lotterieähnlichen Ständen bekommen konnte. Ich glaube immer noch, dass die Auslosung nicht mit rechten Dingen vor sich ging. Auf jeden Fall hat Karina sehr schnell einen sehr großen Karton mit M + Ms gewonnen, der uns die nächsten Tage begleitete. Dies hat auf jeden Fall bei mir für eine lebenslange Smartie-Übersättigung gesorgt.20130624_173511a

Die Rückfahrt mit der U-Bahn durch das  Stadtviertel, das vor einigen Tagen noch durch gewalttätige Demonstrationen durch die Presse gegangen war, war eigentlich ganz friedlich. Wir waren nur beide angesichts unserer Mitfahrer nicht so ganz entspannt.

 

 

 

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